Seit dem 01.07.2023 laufen im Ärztenetz MEDIS die Vorbereitungen für ein innovatives Versorgungsprojekt. Hierbei führt MEDIS ein Konsortium mit insgesamt vier Arztnetzen in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, zwei Krankenkassen, einem Ausbildungsinstitut, einem Evaluationsinstitut und einer Projektmanagement-Gesellschaft an. „ErwiN“ steht dabei für Erweiterte Übertragung von arztentlastenden Tätigkeiten in ArztNetzen und verfolgt zwei Zielrichtungen. Einerseits sollen durch den Einsatz speziell qualifizierter Pflegefachpersonen die Ärzte entlastet werden, andererseits soll die hochspezialisierte Pflege auch tatsächlich medizinische Aufgaben übernehmen können, die der anspruchsvollen Ausbildung gerecht wird. Dazu werden erfahrene Pflegefachkräfte weitere 6 Monate an der Universitätsmedizin Greifswald ausgebildet und müssen abschließend ihr Wissen und Können in einer dreitägigen staatlich anerkannten Prüfung unter Beweis stellen. Danach dürfen sie dann selbständig und in Eigenverantwortung u. a. den Gesundheitszustand prüfen, Vital- und Laborparameter überwachen, Medikamente anpassen, Beratungen vornehmen, Heil- und Hilfsmittel verordnen und die Versorgung organisieren. Sie stehen dabei immer im Austausch mit den versorgenden Ärztinnen und Ärzten, bei Hausbesuchen, speziellen „ErwiN-Sprechstunden“ oder auch telemedizinisch. Kurzum: die ErwiN – Fachkräfte kümmern sich um die zu Hause lebenden Patienten und sorgen in allen Bereichen dafür, dass diese möglichst lang und selbstbestimmt weiter zu Hause versorgt werden können.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.erwin-gesundheit.de oder im MEDIS-Netzbüro.
Das Projekt „ErwiN“ wird über 42 Monate vom Innovationsausschuss gefördert, um zu untersuchen, ob die Versorgung so verbessert werden kann, dass diese Leistungen künftig für alle gesetzlich Versicherten in Deutschland angeboten werden können. Hierzu begleitet ein unabhängiger Evaluator das Projekt und wertet vielfältige Daten aus.



