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Historie des ANSB - Die Wurzeln von MEDIS

2004 schlossen sich mehr als 40 niedergelassene Ärzte der Region Südbrandenburg zu der Ärztenetz Südbrandenburg GbR (ANSB) zusammen und gründeten mit der ANSB Consult GmbH bereits im Jahr 2005 die erste netzeigene Managementgesellschaft.

Das ANSB schaffte es, die Versorgung in der strukturschwachen Region trotz Überalterung und Ärztemangel qualitativ hochwertig und umfassend aufrecht zu erhalten. Es wurden Konzepte entwickelt, die mittels elektronischer Unterstützung und vor allem personeller Entlastung durch Pflege-, Betreuungs- und Unterstützungspersonal den Ärzten ermöglichten, sich ganz auf die medizinischen Aspekte ihrer Arbeit zu konzentrieren. Insbesondere wurden Unterstützungsangebote aufgebaut, wie z.B. Casemanagement, Gemeindeschwestern, Spezialisierte ambulante Palliativversorgung, Demenztagespflege, Demenzwohngemeinschaft, altersgerechtes Wohnen und ein netzeigenes Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), in dem durch attraktive Teilzeitmodelle innerhalb kurzer Zeit zwei neue Ärzte in die Region geholt werden konnten.
Möglich gemacht wurde diese dynamische Entwicklung auch durch eine innovative und bundesweit einzigartige Vertragskonstruktion mit der AOK Nordost und der Barmer GEK unter Einbeziehung der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) bzw. später deren Tochtergesellschaft KV COMM als Abrechnungsdienstleister.

Der bevölkerungsbezogene Vertrag mit dem Namen „ProMEDplus Südbrandenburg“ ermöglichte den ANSB Ärzten die Konzentration auf die abgestimmte Patientenversorgung bei gleichzeitiger Einbeziehung zahlreicher nichtärztlicher Partner.

Die Patienten konnten so nachgewiesenermaßen qualitativ besser und kostengünstiger ambulant in der eigenen Häuslichkeit versorgt werden. Viele belastende stationäre Aufenthalte konnten so vermieden werden.

Die Aktivitäten des ANSB blieben auch bundesweit nicht unbeachtet und wurden vielfach ausgezeichnet und prämiert – selbst die „Gesundheitsweisen“ reisten aus Frankfurt am Main an und stellten das ANSB im 2013er Gutachten für die Bundesregierung als „best practice“ dar.
Dies alles war dem Enthusiasmus und Engagement der Mitarbeiter und einiger Netzärzte zu verdanken.

Leider sahen einige andere Netzärzte sowie landkreisgetragene Einrichtungen der Region dies oft anders – von „Konkurrenz“ und „Einmischung“ war die Rede; die aufgebauten Versorgungseinrichtungen wurden wiederholt in Frage gestellt. Besonders laut erhoben diejenigen das Wort, deren Familienangehörige „zufälligerweise“ private Pflegeeinrichtungen in der Region betrieben und in dem aufgebauten Ehrenamtskreis für Demenzkranke eine Konkurrenz zum eigenen Geschäftsbetrieb sahen – konnten geschulte ehrenamtliche Betreuer doch jetzt ein Vielfaches der Betreuungsstunden leisten, die vorher vom privaten Pflegedienst abgerechnet wurden.

Andere kritisierten den Aufbau des netzeigenen MVZ ohne die Einbindung des Elbe-Elster-Klinikums, ignorierend, dass das Klinikum die Pläne zum Bau eines gemeinsamen Ärztehauses abbrach und kurzerhand mehrere eigene ambulante Einrichtungen ohne Einbeziehung oder Information der niedergelassenen Ärzte eröffnete. Die Ärzte, die die Entwicklung des ANSB sehr kritisch sahen und aufgebaute Strukturen wie Ehrenamtskreis, Demenz Wohngemeinschaften, alternative Wohnformen, Tagespflege, Palliativversorgung, Casemanagement, Gemeindeschwestern, etc. nicht als Aufgabe des Ärztenetzes sahen und stattdessen eine gesellschaftsrechtliche Kooperation mit dem Klinikum forderten besetzten die Hälfte des ärztlichen Vorstandes und lähmten mit diesen unsäglichen Diskussionen die Entwicklung des Netzes über ein ganzes Jahr.

Richtigerweise entschloss man sich daher zu vorgezogenen Vorstandsneuwahlen im September 2014, um diese Situation zu beenden. Bei dieser Versammlung in Maasdorf waren die Protagonisten der bisher geschaffenen Strukturen in der deutlichen Mehrheit. Durch eine Lücke im Gesellschaftsvertrag schaffte es allerdings die kritisch-destruktive Fraktion sich insgesamt sieben Stimmenmandatierungen von nicht anwesenden Gesellschaftern zu verschaffen und somit entgegen den anwesenden Mehrheiten eine stimmrechtliche Mehrheit von einer Stimme zu realisieren.
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Mandatierungen durch falsche Behauptungen eingeholt wurden und die Mandatsgeber bewusst getäuscht worden waren. Mit dieser einen Stimme Mehrheit schaffte es die kritisch-destruktive Fraktion nun entgegen den anwesenden Mehrheitsverhältnissen mehrheitlich den neuen Vorstand zu besetzen – die Lage eskalierte und die gewählten Vorstandsmitglieder der Protagonisten der bisherigen Strukturen lehnten die Wahl in einen mehrheitlich kritisch-destruktiv besetzen Vorstand ab.

Der neu gewählte Vorstand ging auch gleich ans Werk und bat das Management des Elbe-Elster-Klinikums um "Unterstützung". Erfolgreiche Geschäftsführer, die aus dem ANSB einen wirtschaftlich tragfähigen Arbeitgeber für mehr als 30 Angestellte gemacht hatten, wurden abberufen. Ein mehrfach gescheiterter Verwaltungsmitarbeiter des MVZ, der zwischenzeitlich beim ANSB gekündigt hatte und reumütig die Wiedereinstellung erbat, wurde mit der Geschäftsführung betraut ohne bisher überhaupt in den Bereichen Kassenverträge, Pflege und Betreuung tätig gewesen zu sein – zur beabsichtigten Abwicklung der Versorgungsstrukturen war diese Erfahrung wohl auch entbehrlich.

Dies ließen sich weder die Protagonisten der bisherigen ANSB Strukturen noch die engagierten ArbeitnehmerInnen gefallen. Zur Hauptversammlung im November 2014 traten 25 Ärzte aus dem Ärztenetz Südbrandenburg aus. Die Mehrheit davon gründete mit MEDIS ein neues Netz, um die aufgebauten Strukturen für die Region, die Menschen und die Praxen zu erhalten.

Kurz darauf kündigten ausnahmslos alle Mitarbeiter der ANSB Consult GmbH und der SGSB GmbH ihre Arbeitsverträge und fanden in MEDIS ihre neue berufliche Heimat, die ihnen ein engagiertes Arbeiten im Sinne der Patienten wieder ermöglichte. Diese Loyalität der gesamten Belegschaft war überwältigend - unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gebührt hierfür größter Respekt, Dank und Anerkennung!

Während sich die verbliebenen ANSB Fragmente mit der Abwicklung der kritisierten Strukturen und der engen Einbindung von Landkreis und Klinik beschäftigten, baute MEDIS sämtliche ehemaligen Versorgungseinrichtungen des ANSB zulassungsrechtlich nach und konnte durch Übernahme des Personals so wie der Immobilien in und um Elsterwerda die Versorgung für die Patienten nahezu nahtlos aufrechterhalten. Leider gelang dies nicht für das MVZ in Finsterwalde, leider konnten auch nicht immer die Patienten unbeteiligt bleiben – besonders letzteres war sehr schmerzlich für uns.

In weniger als 9 Monaten hat MEDIS die zehnjährige Aufbauarbeit des ANSB wiederholt und beschäftigt bereits heute mehr Mitarbeiter als das ANSB, betreibt mehr Versorgungseinrichtungen und betreut hier mehr Patienten als je zuvor.

Dies war eine Mammut-Aufgabe, die nur durch extrem motiviertes Personal zu stemmen war. MEDIS geht mit seinen Mitarbeitern und Ärzten gestärkt aus dieser Krise hervor und kann positiv in die Zukunft blicken – gemeinsam mit den Städten Elsterwerda und Bad Liebenwerda sowie zahlreichen Kooperationspartnern sind bereits die nächsten Projekte in der „Pipeline“.

Für die ANSB Gesellschaften hat die verbliebene kritisch-destruktive Fraktion mittlerweile Insolvenz angemeldet und dabei auch noch Ärzte und Pflegedienste der Region um erhebliche Geldsummen für erbrachte Versorgungsleistungen geprellt.

Ich bin gespannt, welche erfolgreichen Projekte im Interesse der Gesundheitsversorgung der Patienten in unserer Region, der verbliebenen "Rest" des ehemals so erfolgreichen ANSB umsetzen wird. Das ANSB befindet sich nunmehr unter dem Management der KV Consult- und Managementgesellschaft mbH, einer Tochter der KV Brandenburg.

Ihr berechtigtes Interesse vorausgesetzt, bin ich gern bereit Ihnen weitere, detaillierte Auskünfte zu erteilen.

Jens Zierz

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